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Norwegen: Ehemaliger Gorgoroth-Sänger ist Homosexueller des Jahres Drucken
Geschrieben von Stefan   
Freitag, 05 Februar 2010

Kristian "Gaahl" Espedal, ehemaliger Sänger der kontroversen norwegischen Black-Metal-Band Gorgoroth, hat auf der Bergen Gay Galla den Preis als Homosexueller des Jahres erhalten.

Blickt man auf Espedals Vergangenheit, wohnt der Auszeichnung einiges an Kuriosität bei. Vor allem in den 90er-Jahren zählten Kristian Espedal und seine ehemaligen Bandkollegen von Gorgoroth zu den schwarzen Schafen des skandinavischen Black Metals. Nicht ganz zu Unrecht haftete der Band ein Ruf als fanatische Hardliner an, die musikalische Fiktion und tatsächliche Realität nicht immer zu trennen vermochten. Zu den Vorstrafen, die Gorgoroth-Mitglieder vor diesem Hintergrund angehäuft haben, zählen unter anderem Körperverletzung, illegaler Waffenbesitz und Kirchenbrandstiftung.

Dass nun ausgerechnet ein ehemaliger Krimineller und gleichzeitig einer der kritikwürdigsten und meist diskutierten Black-Metal-Musiker zur Ikone einer gesellschaftsliberalen Weltanschauung geworden ist, ist schon mehr als beachtlich. Für einen Mann, der lange Jahre landläufig als verrückter bis gefährlicher Irrer galt, ist dies wohl eine unvorhergesehene Wendung.

Kristian "Gaahl" Espedal nahm die Auszeichnung als Homosexueller des Jahres persönlich entgegen. Einer lokalen Zeitung gab er zu Protokoll: "Ich brauche keinen Preis um ich selbst zu sein. Wenn das aber anderen Menschen in meiner Szene helfen kann, ist es eine gute Sache."

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Kristian Espedal (l.) mit Partner Robin Jakobsen, Foto: E. Hagesaeter / ba.no
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